Endlich Entschleunigen (5): Meditation leicht gemacht

Endlich Entschleunigen: Tipps und Tricks zum Slow Down!

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder Entschleunigungszeit und für heute hab ich eine Übersicht über verschiedene Meditationsarten mitgebracht.

Angefangen von Massage übers Gehen bis zum stillen Sitzen kann eigentlich jede achtsam und meditativ durchgeführte Tätigkeit als Meditation genutzt werden.

Als ich vor einigen Jahren das Glück hatte ein Meditationsseminar mit Nicolaus Klein zu besuchen, dachte ich zuerst, dass wir zwei Tage lang einfach nur da sitzen werden mit geschlossenen Augen und meditieren.

Doch falsch gedacht, Herr Klein hat uns viele verschiedene Arten der Meditation gezeigt, sodass wir heraus finden konnten, welche Art uns am Meisten liegt beziehungsweise auch was in welcher Situation am Besten klappt.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch mit zurück in dieses Seminar nehmen und kurz erklären welche Meditationsübungen wir gemacht haben und was bei mir gut geklappt hat:

Geh-Meditation

Bei dieser Meditationsart geht man einfach ganz bewusst und langsam Schritt für Schritt. Man merkt wie der Fuß vom Boden abhebt, wie der andere Fuß abrollt und wie der andere Fuß wieder absetzt. Hier geht es ums Spüren und Fühlen, ums genau in sich „hinein horchen“. Ganz bewusst nimmt man den Bewegungsablauf wahr, versucht nicht schneller oder langsamer zu gehen, sondern beobachtet einfach den Rhythmus der Bewegung.

Dies kann man eine bestimmte Zeit lang machen oder wenn man Zeit hat auch auf dem Weg zum Einkaufen oder zum Bäcker ums Eck. Hauptsache man hat Zeit, kann sich ganz auf sich selbst konzentrieren und lässt sich nicht ablenken.

Meditation mit offenen Augen

Bei dieser Meditationsart sitzt man ein paar Zentimeter von einer weißen Mauer entfernt, die Augen sind mit leicht gesenktem Blick auf die Mauer gerichtet. Und so konzentriert man sich nun auf die Mauer. Dadurch, dass das Auge hier nur monotone weiße Mauer zu sehen bekommt, kann sich ein meditativer Zustand einstellen. Das Auge, der Kopf und der Körper können entspannen.

Meditation mit geschlossenen Augen

Die Meditation mit geschlossenen Augen ist wohl das, was wir uns klassisch unter Meditation vorstellen. Man sitzt oder liegt bequem, hat die Augen geschlossen und versucht die Gedanken ziehen zu lassen. Man beobachtet sie quasi. Man hetzt ihnen nicht nach, „denkt“ sie nicht, man lässt sie wie Wolken vorüber ziehen und irgendwann (nach viel viel Übung) sollte man tatsächlich in der Lage sein, die Gedanken nicht mehr wahrzunehmen. Eine sehr tolle Beschreibung der Meditation von Herrn Klein war:

„Ihr liegt wie ein Stein am Meeresgrund – die Bewegung der Wellen nehmt ihr wahr, doch ihr lasst euch nicht forttragen davon“.

Bis 10 zählen

Das bis „10 zählen“ finde ich eine der einfachsten Meditationsarten, sie ist auch für Anfänger und sehr unruhige Geister geeignet. Man liegt oder sitzt mit geschlossenen Augen und zählt im Kopf langsam bis 10. Doch sobald ein neuer Gedanke kommt, ihr euch ablenken lasst, müsst ihr wieder bei 1 beginnen. So in der Art… 1… 2… 3… oh nein, ich hab die Wäsche vergessen… Oh Oh, wieder zurück zu 1…

Diese Meditation finde ich echt klasse, wenn ich zu viel im Kopf habe um einfach nur ruhig da zu sitzen, denn mit dem Zählen hat man eine Art „Aufgabe“, die die restlichen Gedanken zur Ruhe bringt.

Geführte Meditation

Mit der geführten Meditation bin ich zum ersten Mal in der Schule in Berührung gekommen, als wir eine Gedankenreise gemacht haben. Dabei führt dich ein Meditationslehrer oder auch eine Stimme auf CD in dein Innerstes, man macht quasi eine Reise in sein tiefes Ich.

Body Scan

Die zweite Art der geführten Meditation ist eine Art Body-Scan, bei dem die Stimme einen an verschiedene Punkte des Körpers führt. Dies können Energiepunkte sein oder auch Stellen an denen Verspannungen oder auch Gefühle sitzen. Diese werden dann bewusst wahrgenommen und vielleicht auch gelöst.

Hierzu gibt es sehr viele Anleitungen auf CD, schaut euch mal um!

Fußmassagen-Meditation

Auch eine Fußmassage, so konnte ich im Seminar lernen, kann eine wirkungsvolle Meditation sein. Man setzt sich bequem hin, zieht die Socken aus und legt ein Handtuch unter die Füße. Dann ölt man erst den Einen und dann den Anderen Fuß ein und durchknetet jeden Zentimeter des Fußes ganz achtsam und langsam. Man kann zwischen die Zehen fahren, die Fußballen kneten, die Knöchel massieren. Die Massage kann man auch bis aufs Knie ausweiten, hier kann man den Unterschenkel leicht klopfen, das Knie leicht umstreichen. Der Fantasie und dem Wohlbefinden sind keine Grenzen gesetzt. Man ist bei dieser Meditation ganz bei sich selbst und tut sich was Gutes.

Qi Gong und Yoga

Auch Qi Gong und Yoga können achtsam ausgeführt sehr gut sein für das Gleichgewicht von Körper und Seele. Tara Stiles bietet auf ihrer Website immer wieder kostenlose Downloads ihres „Strala Yoga“ an, bei dem auch entspannende Flows dabei sind wie zum Beispiel dieser „Inspiration Flow„. Und Nicolaus Klein hat auf seiner Seite Übungen aus dem Qi Gong für zu Hause. Schaut mal bei beiden rein, es lohnt sich!

Headspace

Wie es nicht anders möglich ist in der heutigen Zeit, gibt es sogar Apps dazu. Eine kann ich euch aber  wirklich ans Herz legen, ich habe sie selbst getestet: Headspace bietet ein kostenloses Testprogramm von 10 Meditationen à 10 Minuten an und dann das volle Programm für € 5,99 wenn man ein Jahr abschließt. Die Meditationen sind auf Englisch, die Stimme von Andy jedoch wirklich angenehm und beruhigend.

Was ich auch noch besonders nett finde ist, dass wenn man ein Abo abschließt, jemand anderes, der es sich nicht leisten kann, dieses gratis bekommt. „Get some – give some“ ist hier der Slogan.


So, ich hoffe ich konnte euch die verschiedenen Meditationsarten etwas aufzeigen und vielleicht auch schmackhaft machen. Man benötigt kaum Utensilien, kann auch in kurzer Zeit eine Meditation machen und hat einen unglaublichen Nutzen davon!

Probiert es einmal aus!

Hier geht’s übrigens zu den älteren Beiträgen aus der Reihe:

Endlich Entschleunigen 1: Tipps und Tricks zum Slow-Down
Endlich Entschleunigen 2: Vom Start in den Tag und kleinen Pausen
Endlich Entschleunigen 3: Wie uns das süße Nichts-Tun hilft
Endlich Entschleunigen 4: Die 5 schlimmsten Zeitfresser – und wie wir ihnen entkommen!

Und zum Abschluss gibt’s wie immer eine kleine Aufgabe, die ihr ganz entschleunigt machen sollt: Schaut doch passend zu den Meditationen den Wolken beim Ziehen zu…

Schaut doch mal den Wolken beim Ziehen zu
Falls ihr noch tolle Meditationsübungen kennt, die oben in der Liste fehlen, könnt ihr es gerne in den Kommentaren ergänzen! Ich freu mich noch neue Arten zu lernen!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Meditieren!

Alles Liebe,
Jules

 

12 Comments on “Endlich Entschleunigen (5): Meditation leicht gemacht”

    • Hallo Toe,
      danke für deinen netten Kommentar!

      Mit Mala hab ich noch nie meditiert, klingt aber auch total hilfreich und probiere ich demnächst sicher mal aus!

      Ich wünsch dir einen schönen Abend!

      Alles Liebe,
      Jules

      Gefällt 1 Person

  1. Liebe Jules,

    das ist wie immer ein wirklich schön geschriebener Beitrag! Mein Mann und ich gehen einmal die Woche zum Tai Chi und wochenends, wenn die Zeit es erlaubt, gibt es eine Gesichts- und Kopfmassage nach dem Aufwachen. Das entspannt immer unheimlich und erdet. Gerade wenn ich mal schlecht schlafe – ich knirsche ja leider mit den Zähnen – und absolut verspannt bin, wirkt das Wunder. 🙂

    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Yvonne

    Liken

    • Hallo Yvonne,

      danke für dein nettes Feedback! Tai Chi ist ja von der Art dem Qi Gong ähnlich glaub ich, oder? Ich habs leider noch nie probiert… 😢
      Und waaaah, Gesichtsmassage klingt genial! Machst du das selbst oder macht ihr das gegenseitig? 😊 das muss ich auch unbedingt probieren!!

      Alles Liebe,
      Jules

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Entschleunigen (6): Körperlicher Ausgleich | Jules Moody

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